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Physisches ProduktIn Betrieb

3D-Werkstatt: Von der Idee zum Druckteil

Claude Code konstruiert CAD-Geometrie, prüft sich selbst über Mesh-Checks und Slicer, und erst bei bestandener Prüfung geht das Teil Richtung Drucker.

Eigenprojekt aus meiner 3D-Druck-Werkstatt.

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Render der Beeren-Vortex-Schale aus der automatischen Prüf-Pipeline: türkises 3D-Modell mit Auslauf-Trichter und aussenliegendem Abfluss-Kanal auf dunklem Hintergrund
Die in build123d konstruierte Beeren-Vortex-Schale, gerendert aus der automatischen Prüf-Pipeline.

Ausgangslage

Zwischen der Idee für ein Druckteil und einem druckbaren Modell liegen CAD-Konstruktion, Geometrie-Prüfung und Slicing. Fehler zeigen sich klassisch erst am Drucker, nach Stunden Druckzeit und verschwendetem Material.

Vorgehen

Das aktuelle Stück ist ein Beerensieb mit Vortexfunktion und selbstregulierendem Wasserabfluss. Ausgangspunkt war ein fertiges Modell aus dem Online-Katalog, aber statt es einfach zu drucken, wollte ich den Abfluss physikalisch sauber gelöst haben: nach Rechnung statt nach Augenmass, selbstregulierend über den Wasserstand. Claude Code hat das Teil daraufhin parametrisch in build123d neu aufgebaut und ausgelegt, mit Wehr-Formeln für die gestaffelte Schlitzkrone und einer Vortex-Rampe für die Wirbelfunktion.

Der zweite entscheidende Teil ist die Verifikations-Pipeline: Mesh-Invarianten gegen Hohlraum- und Schwebeteil-Fehler, eine automatische Render-Reihe aus 38 Ansichten inklusive Schnitten, und ein Slicer-Gate mit der Druckersoftware. Freigabe gibt es erst, wenn alle Prüfungen bestehen.

Daneben verwaltet ein selbst gebautes Kalkulations-Tool die echten Druckaufträge der Werkstatt, von der Kostenrechnung bis zur Quittung.

Resultat und Beleg

Die Prüf-Pipeline fand noch am Bautag einen Konstruktionsfehler, den vorher nur der manuelle Blick auf Screenshots entdeckt hätte. Das Sieb ist in Version 1.5 druckfreigegeben, der Wassertest am gedruckten Teil steht noch aus. Der Kalkulator läuft produktiv mit echten Aufträgen und Quittungen.

Das Ziel jetzt: weitere Katalog-Modelle gezielt abändern und eigene Ideen zu Druckteilen machen.

Einblicke

Draufsicht auf die Vortex-Funktion: Wirbelnabe mit gestaffelter Schlitzkrone im Inneren.
Der selbstregulierende Abfluss wickelt sich als Spirale um den Korpus zum Trichter.
Das Kalkulations-Tool der Werkstatt, hier mit einem fiktiven Demo-Auftrag statt echten Kundendaten.
Aus demselben Tool: die fertige Quittung, hier mit anonymisierten Demo-Daten.
Neu verwaltet das Tool auch die Auftrags-Historie mit CSV/Excel-Export und liest Gewicht und Druckzeit direkt aus Slicer-Dateien (3MF/G-Code) ein. Gezeigt sind fiktive Demo-Aufträge.