Zum Inhalt springen
Zurück zu den Projekten

EigenmarkeUmgesetzt

Prompt Override: Eine Person. Jede Realität.

Teil 2 des Tabea-Kurzfilms: 52 Sekunden Glitch-Sci-Fi, in denen ein feindlicher Prompt die Figur umschreibt, vom hellen Studio über einen sterilen Korridor bis zur Begegnung mit ihrem eigenen Duplikat. Dieselbe Identität wie in Teil 1, komplett generiert.

Eigenprojekt: Fortsetzung des Tabea-Kurzfilms, produziert fürs eigene Portfolio als Beweis für Figuren-Kontinuität über zwei Filme.

Seedance 2.0Nano Banana ProHiggsfield APISunoffmpegClaude Code

Die Fortsetzung in der Webfassung, 52 Sekunden. Mit Ton.

Ausgangslage

Teil 1 hat gezeigt, dass eine synthetische Figur über acht Rollen und sechzig Lebensjahre dieselbe bleibt. Die nächste Frage für den Einsatz als Markenfigur: Hält die Identität auch, wenn der Film kein Showreel mehr ist, sondern eine Geschichte mit Genre, dunklen Szenen und einer zweiten Fassung derselben Person im Bild? Kontrastarme Einstellungen und zwei identische Gesichter in einem Frame sind genau die Fälle, in denen KI-Video bisher zerfiel. Und der Film sollte im selben Studio beginnen wie Teil 1, damit die Fortsetzung als Fortsetzung erkennbar ist.

Vorgehen

Die Handlung dreht das Werkzeug gegen die Figur: Mitten in einer normalen Szene friert das Bild ein, ein Cursor blinkt, und ihr Outfit schreibt sich sichtbar um. Ein Sci-Fi-Anzug, dann ein steriler Korridor, dann ein weisses Void, in dem ein weiterer Edit eine zweite Tabea im Look von Teil 1 erzeugt. Sie blickt in die Linse, greift in den Glitch und schreibt sich selbst zurück ins helle Studio.

Die Identität hängt an zwei Character-Sheets: dem neutralen aus Teil 1 und einem neuen im Sci-Fi-Anzug, das aus dem ersten abgeleitet wurde. Daraus entstanden sieben 4k-Ankerbilder (Nano Banana Pro), das Studio-Bild aus Teil 1 diente als Setting-Referenz. Die acht Clips generierte Seedance 2.0 mit Start- und Endbild plus Referenzbild, für den Doppelgänger-Moment mit beiden Sheets als zwei Identitäten derselben Person.

Was das Modell nicht liefert, kam aus der Nachbearbeitung mit ffmpeg: das Terminal-Typing im Hook, der blinkende Cursor am Schluss und das Lichtflackern der Nahaufnahme, alles als Overlay statt generiert, weil Text im Bild die schwächste Stelle jedes Videomodells ist. Geschnitten mit harten Cuts, die Musik kam aus Suno, die Glitch-Geräusche stammen aus der Tonspur von Seedance.

Resultat und Beleg

52 Sekunden, acht Clips plus End-Card, mit dem Claim des Films: «Eine Person. Jede Realität.» und «Volle Kontrolle über den Prompt.»

Die Zahlen aus dem Produktions-Manifest: rund 640 Higgsfield-Credits, gemessen am Kontostand vor und nach der Produktion inklusive drei Nachbesserungsrunden, zwölf Video-Takes für acht Clips, vier davon verworfen. Dazu eine 4k-Fassung als Archiv. Music: AI-generated (Suno).

Drei Befunde, die den Einsatz als Markenfigur betreffen: Die Identität hielt auch in der dunklen Nahaufnahme und mit zwei Tabeas im selben Bild. Wer den Endpunkt eines Clips als Bild vorgibt, bekommt bei Action-Szenen eine eingefrorene letzte Sekunde, das wurde im Schnitt getrimmt statt neu generiert. Und ein gedrucktes Poster derselben Person im Hintergrund animiert das Modell standardmässig mit, es braucht eine ausdrückliche Anweisung, dass es still bleibt. Solche Regeln machen aus einem Experiment eine wiederholbare Produktion.

Einblicke

Zweiter Edit: Das Studio ist zum Korridor umgeschrieben, die Figur bleibt dieselbe.
Der Doppelgänger-Moment: beide Character-Sheets als zwei Identitäten derselben Person im selben Bild.
Der Blick in die Linse, im Film mit nachträglich gesetztem Lichtflackern.